Tesa
Kleber

Archiv für Mai, 2010

Chaos, Bier und (Pogo-)Anarchie in der Metropolregion Nürnberg

Verfasst am 5. Mai 2010 von murphy

Straßenzüge liegen in Schutt und Asche. Alle Läden der Innenstadt sind gezeichnet von eingeworfenen Fensterscheiben und werden bis nichts Verwertbares mehr übrig ist, Tag für Tag geplündert. Alle Polizeipräsidien sind besetzt, die Zellen gefüllt mit den so genannten „Staatshütern“. Das USK ist zur SSSSS übergelaufen. Punkervillen in ganz Erlenstegen. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly kauert zusammen mit seinem Stadtrat und seinen städtischen Beamten in der hintersten Ecke seines Büros, sie können den tosenden Mob draußen an die Türe hämmern hören. Er will Wiedergutmachung.

So oder so ähnlich könnte es bald in Nürnberg zugehen. Städtische Umstrukturierung, alternativer Kulturklau und auslaufende Mietverträge verschiedenster linker Läden und Zentren sind der Auslöser dafür.
Am 30.04 soll über die Schließung und den Abriss des Zbaus entschieden werden. Es wird mit einer nicht zufriedenstellenden Entscheidung für die alternative Jugendkultur gerechnet. „Ohne ein gleichgroßes Ersatzobjekt in Form eines AZs wird ganz bestimmt das eben beschriebene Endzeitszenario in der Metropolregion eintreffen“, mutmaßen Soziologen der APPD.
Jedoch fehlt es in keinster Weise an Ersatzflächen für den Zbau und dem dort integrierten KV.

Wir fordern die sofortige Schließung des Opernhauses oder des Rathauses, um dort unter der Schirmherrschaft der APPD ein selbstverwaltetes Jugendzentrum zu errichten. Die Vorteile der Örtlichkeiten liegen klar auf der Hand, sie sind direkt im Zentrum der Stadt Nürnberg, sie bieten genug Platz für kulturelle Aktionsmöglichkeiten. Gerade das Opernhaus erscheint uns besonders attraktiv um epische Schauspiele wie „Chaostage“, „Sid & Nancy“ und „Paradise lost“ auf den großen Bühnen des Opernhauses aufzuführen, auch Kinoverantstaltungen können dort problemlos stattfinden.
Die Lösung von Problemen wäre so einfach – würde man nur die APPD fragen.

Wo werden sich die Punkerbanden in Zukunft treffen?

Tod der Kultur für mehr Kultur!