Tesa
Kleber

Archiv für Februar, 2014

Anarchive – Beschaffungskriminalität bei Leistungswilligen

Verfasst am 19. Februar 2014 von Asozialer Landesvater

Traurig aber wahr. Pogopolitikern kommen derzeit immer mehr unfassbare Berichte von kriminellen Leistungswilligen zu Ohren. Eigentlich nichts ungewöhnliches, wenn die Straftaten nicht begangen würden, um der Leistungslosigkeit zu entkommen. Aus purer Resignation wenden sich vor allem ausbildungslose Jugendliche der Kriminalität zu. Sie erhoffen sich dadurch nicht Stressreduktion oder Aufmerksamkeit – nein- durch diese Verzweiflungstat versuchen sie Arbeit zu bekommen. Die Gier nach Leistung und Anerkennung ist oftmals so stark in den Köpfen, dass Menschen sogar um Strafarbeiten betteln. Aber leider bekommt man Arbeit als Buße, beispielsweise Sozialstunden nur, wenn man ein kleiner Bazi ist – sprich, eine verbotene Handlung vollzieht.

Dennis (15, Bayern): „Ich habe über Wochen hinweg so auffällig wie möglich Kaugummis geklaut. Dabei mag ich die gar nicht! Es hat ewig gedauert bis ich erwischt wurde, aber endlich darf ich Sozialstunden ableisten. Ich möchte eine Reinigungsfirma aufmachen wenn ich groß bin und hier kann ich erste Erfahrungen im Putzen machen.“

Zara (17, Bayern): „Ich hänge nun schon fast ein Jahr daheim herum, weil ich keinen Ausbildungsplatz bekomme. Das halte ich nicht länger aus. Ich glaube ich überfalle bald eine Omi. Im Knast kann ich zumindest etwas sinnvolles wie z.B. Steineklopfen machen.“

Mandy (18, Thüringen): „Ich will Autobahnen bauen so weit das Auge reicht. Deshalb bin ich Neonazi geworden und verkloppe Ausländer.“

Niklas (8, BaWü): „Der Lehrerin habe ich ein Papierflugzeug mitten ins Auge geworfen, damit ich 25 mal das 10er Einmaleins abschreiben darf. Der Thomas hat das fürs Schwätzen machen dürfen und ich will nicht, dass er besser in Mathe wird als ich.“

Leistungswilliger

Leistungswilliger auf Jobsuche

 

 

So weit ist es also gekommen. Leistungswillige ziehen marodierend durch die Straßen, da sie vollkommen überfordert mit ihrer Freizeit sind. Dem Staat geht die Arbeit aus und anstatt dies als wunderbare Chance zur gesellschaftlichen Umstrukturierung zu nutzen hallt der blutrünstige Ruf nach neuen Ausbildungsplätzen durch die BRD. Nur noch die pogoanarchistische Machtübernahme kann dieses Land aus der Misere führen, ehe es in einem Meer aus Gewalt und Kriminalität untergeht. Leistungswillige Jugendliche werden durch die APPB (als bayerischer Sammelbegriff für alle pogoanarchistischen Sprengsel) in der Sichere Beschäftigungszone Arbeit in Hülle und Fülle haben, denn andere werden für sie um so mehr faulenzen! Etliche Parteimitglieder haben sich bereits bereiterklärt den ganzen Tag aufopferungsvoll herumzuhängen, rauschende Partys zu veranstalten und lange auszuschlafen um anderen die Möglichkeit zu einer nutzbringenden Beschäftigung zu geben. Für Dennis, Mandy, Niklas und Zara geht dann ein Traum in Erfüllung: sie können arbeiten, arbeiten und noch mehr arbeiten – und das bis zu 24 Stunden am Tag.

Na denn PogoProst!

 

Anarchive – Ein Leben ohne Arbeit – Teil II

Verfasst am 12. Februar 2014 von Asozialer Landesvater

Es ist eine utopische Vorstellung jemals wieder von den 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland wegzukommen und sogar Gevatter Staat hat hierfür ein festes Budget eingerechnet. Warum sollte man dies nicht als Chance für eine grundlegende Veränderung wahrnehmen?

Denn nun kommt die Perversion:

Auf der Strasse sitzen höchstqualifizierte Arbeitskräfte die gierig nach einer Arbeit hecheln, aber einfach keine bekommen. Ganz zu schweigen von jenen die gerne arbeiten würden und aufgrund mangelnder Ausbildung gar nicht erst dazu in Erwägung gezogen werden. Gleichzeitig werden aber LeistungsUNwillige immer wieder zu erniedrigenden Zwangsarbeiten herangezogen, im zweifelhaften Versuch sie in ein ungeliebtes Berufsleben zu integrieren. Frustration, Stress und Psychosen sind in einer derartig perphiden Situation natürlich vorprogrammiert. Das belastet auch unsere Sozialkassen.

Viel gerechter wäre es den Bürgern die freie Wahl zwischen einem Leben als Arbeitnehmer und einem Dasein als faulenzender Konsument der Früchte der Überflussgesellschaft zu lassen. Die Arbeitnehmer wären glücklich, da sie Arbeit in Hülle und Fülle hätten, also nicht ständig um ihren Job fürchten müssten. Die Faulenzer könnten endlich ihrem einzigartigen Lebensstil frönen und in den Tag hineinleben. Das Horrorszenario einer Gesellschaft, die nur noch auf der faulen Haut liegt, würde dennoch nicht entstehen, denn wie ja zuvor schon bewiesen wurde: kaum ein Bundesbürger kann sich ein Leben als Arbeitsloser vorstellen.

Das Recht auf Arbeitslosigkeit müsste also nur im Grundgesetz verankert werden und schon wären wir auf dem Weg zu einer gerechteren, glücklicheren und gesünderen, ja sogar wohlhabenderen Gesellschaft.

Selbst das Textverarbeitungsprogramm lieferte beim erstellen des Artikels als Synonym für Arbeit, als oberstes einer langen Liste, das Wort: Plage.

Es lebe Pippi Langstrumpf!

Anarchive – Ein Leben ohne Arbeit: Teil I

Verfasst am 6. Februar 2014 von Asozialer Landesvater

appd_pippiFaul sein ist wunderschön, viel schöner als der Fleiss…“, singt schon Pippi Lanmgstrumpf. Wer würde die abenteuerlustige und vogelfreie Romanheldin von Astrid Lindgren deshalb verdammen?

Doch wenn hier und heute jemand lautstark verkündet: „Arbeit stinkt nach Blut, Schweiss und Maschinenöl – Ich mag nicht arbeiten.“, wird man gleich wie ein Aussätziger behandelt. Denn wer in unsererem System nicht am Arbeitsprozess teilnimmt, verliert mit sofortiger Wirkung seine Existenzberechtigung als Mensch, als wertvolles Mitglied der Gemeinschaft. In anderen europäischen Ländern ist man da schon viel weiter und nach derartigen Aussagen kräht kein Hahn. Man könnte gleich schreien: „Regen ist nass!“

Nicht so in Deutschland, wo der menschliche Wert nach der erbrachten Arbeit für unsere Leistungsgesellschaft gemessen wird. Hat man keinen Job, ist man ein Nichts und steht man auch noch dazu ein arbeitsunlustiger Mensch zu sein, ist man ein Sozialschmarotzer. Für die meisten Bundesbürger ist ein Leben ohne Arbeit schlichtweg unvorstellbar. Selbst, wenn die Verdienste nicht ihnen selbst, sondern den Firmen und deren Besitzern zugunste kommen. Die heilige Kuh Arbeit darf in der BRD keinenfalls angegeriffen werden!

Dabei wäre es so einfach, alle Menschen ein wenig glücklicher zu machen, indem man den Druck auf den Arbeitsmarkt ein wenig mildert.