Tesa
Kleber

Archiv für November, 2014

Gostenhof bleibt dreckig!

Verfasst am 28. November 2014 von Lutz

Torkelt man in der letzten Zeit sturzbetrunken durch die Straßen Gostenhofs, nach einer durchzechten Nacht in seiner lieblings Kneipe, wird man von einem ekelhaften Bild geplagt. Früher war es hier schön dreckig. Überall Hunde, die dazugehörigen Punk-Herrchen und Frauen, Kot, Urin, Bierflaschen (zerbrochene aber auch noch unbeschadete mit genüsslichem Spuckschluck), Berber am Jamnitzer, Spülmittel im Brunnen für die kommende Schaumparty linker Strukturen und so weiter und so fort. 

Doch wie ist es heute? Heute gibt es Ein-Euro-Jobbler durch die NOA, die sich selbst als Sittenpolizei versteht und weiterhin am Jamnitzer Park herumlungert, jedoch nicht mehr mit den alten Bekannten, sondern auf der gegenüberliegenden Seite. Man ist was besseres, man hat eine gelbe Warnweste an, mit der ich meinen ehemaligen Berberfreunden das trinken und urinieren in der Öffentlichkeit verbieten kann. Dies ist jedoch nur eine der nebensächliche Auswirkungen, eine Randerscheinung dessen, was das eigentliche Übel in unserem Viertel ist: Die GENTRIFIZIERUNG!

Worüber sich Menschen in beispielsweise Brasilien vor oder nach der Weltmeisterschaft gefreut hätten, nämlich die Grundsanierung und Renovierung ihrer Holzhütten, stößt auf großen Widerstand in einem 1. Welt-Land wie der Bundesrepublik Deutschland. Man lebt hier gut in unserem Gostenhof. Die Mieten waren billig, das Viertel war verschmutzt wie ihre Bewohner, alles war wie man es sich wünscht als Asozialer Parasit. Doch genau ist es jetzt weniger und wird es auch von Tag zu Tag weniger. Die Mieten werden erhöht, die alten Mieter herausgeekelt durch Mietpreisanstieg oder andere Ferkeleien und werden ersetzt durch besser verdienende Yuppie-Arschgeigen, welche ihren hippen karriereorientierten alleinstehenden Lifestyle durch ihren Zuzug in ein Viertel, UNSER Viertel, aufdrücken. Die alten Bewohner des Viertels werden so immer weiter aus der Stadtzentrumsnähe vertrieben, weil sie sich das Leben im Yuppie-Viertel nicht leisten können. Dies wäre nur mit einem bedingungslosem Grundeinkommen von 1300,-€ noch möglich – das fordert die APPD seit Jahrzenten.

Wir wollen keine Yuppieschweine, nicht in unserer Nachbarschaft. Wir wollen leben, in einem Viertel das zu uns passt, weil wir aus seiner Tradition zu ihm passen. Wir wollen Wohnungen ohne Badewanne im Schlafzimmer. Die Dachterasse würden wir aber nehmen. Darum rufen wir jedem Bauarbeiter der gerade mal wieder eine schöne Altbauwohnung entkernt wütend entgegen:

„Bauarbeiter stirb du machst die Stadt kaputt!“ (Song: Kotzreiz – Bauarbeiter stirb)

„Gostenhof bleibt dreckig!“

„Gostenhof ist das Kreuzberg von Nürnberg!“ (Zitat eines stolzen zugezogenen SozPäd-Studenten bei seiner FH-Einschreibung)

Gründung einer Krebszelle in Passau

Verfasst am 10. November 2014 von Asozialer Landesvater

Am 25.10.2014 war es soweit. Es machten sich Kamernossen aus dem ganzen Land auf den Weg in das ländliche, überschaubare Passau, um sich dort einer Gründungsorgie nie gekannten Ausmaßes hinzugeben.

Für die Kamernossen aus Nürnberg gab es leider zu viele Hindernisse, um nach Passau zu gelangen, doch dafür kamen Salzburger, Leute aus Wien, Regensburg, Bad Tölz und sogar aus Berlin. Danke übrigens an dieser Stelle an den Paul für den guten Pfeffi und die tollen Fotos. Es ging für uns von München aus los, natürlich noch vom Vorabend angetrunken und auf der Zugfahrt wurden wir an jeder Station fast rausgeworfen, doch am Schluss haben wir den Zug besiegt, denn wegen einer technischen Störung wurden wir standesgemäß für die letzte Station im IC kutschiert. Man fragt sich, warum das der DB nicht früher eingefalllen ist, bei dieser Prominenz?!

Die Pöbelhorden reisen an. Die Gründungsorgie will sich niemand entgehen lassen.

Die Pöbelhorden reisen an. Die Gründungsorgie will sich niemand entgehen lassen.

In Passau angekommen wurden wir schon von etlichen Kamernossen mit ”Fick Heil” und ”Pogo Prost” empfangen und wussten, hier sind wir richtig. Erstmal schnell zum Rewe und Biervorräte auffüllen, unsere Wegzehrung hat natürlich nicht überlebt. Von da aus sind wir dann hinunter zum Donauufer gelaufen (Legt euch mal ne Straßenbahn zu! Ist ja echt anstrengend!), wo auch schon einige Kamernossen auf uns warteten.

Während der Gründung wurde gleichzeitig fleißig den unordentlichen Kamernossen die Gelegenheit gegeben, einen Mitgliedsantrag auszufüllen, und somit zu ordentlichen Kamernossen zu werden. Was ganz beiläufig bemerkt auch erstmal die Gründungsmitlieder machen durften. Als diese das dann erledigt hatte, stellte sich heraus, dass sämtliche Gründungsmitglieder nicht aus Passau kommen, sondern aus Regensburg woraufhin spontan die Krebszelle Regensburg gegründet wurde. In Passau. Danke hier an die Mithilfe bei der Abstimmung und beim Protokollschreiben an Dackel, Schlumpf, Nico, Schlotti und einige, die ich an dieser Stelle nicht namentlich erwähne.

Der 1.Vorstand ist einstimmig Gertold Grecht, der 2. Vorstand Patrick H. und der Schatzmeister Simon D..

Erwähnt werden sollte auch noch, dass wir einen Polizeibesuch hatten, die sich allerdings ziemlich schnell zurückgezogen haben, als sie festgestellt haben, dass sich am Ende ihres Weges nur eine, bereits sehr betrunkene Menge an Kamernossen befindet, die eigentlich nichts anderes als die Gründung ordentlich mit Alkohol begießen wollte. Also alles in allem eine gelungene Gründung und hoch die Ärsche in Regensburg, wir erwarten einiges von euch!

In diesem Sinne

FICK HEIL

Wie Streik dem Pogo-Dogmatismus dient?

Verfasst am 7. November 2014 von Lutz

In aller Munde in derzeit der Streik der GDL und somit der Stillstand aller Güter- und Personenzüge im ganzen Land. Die Forderungen der Lokführer ist klar. Mehr Geld, bessere Rentenvorsorge und so weiter. So weit die Begründungen welche wir in den Medien zu sehen, hören und lesen bekommen.

Das Institut für Pogo-Rassenforschung und Arbeitsunrecht nennt ein weiteres bisher unausgesprochenes Argument, welches die Pogo-Anarchisten und Sozialschmarotzer der GDL zum Stillstand der Räder bewegt. Sie sind die Arbeitswilligen und Leistungsgeilen dieser Gesellschaft! Aber nur zu guten Konditionen. Tag für Tag, sogar am Wochenende, treiben sie müßig ihre Arbeit, kurbeln die Wirtschaft an und bringen Güter, aber auch andere Bewohner der Sicherenbeschäftigtenzone (SBZ) der Bundesrepublik von A nach B. Soll heißen von Zuhause zur Arbeit und zurück. Sie leisten demnach jetzt schon unausgesprochen wichtige Arbeit für den Aufbau und späteren Erhalt der balkanisierten Republik. Doch warum sollten sie weniger haben wie ein Sozialschmarotzer, der sich seines HartzIV erfreut und jeden Tag betrunken ist? Weil sie leistungsgeil sind wollen sie auch mehr haben, die APPD unterstützt ihren Tarifkampf und begrüßt die Streiks.
Das leistungswillige Stimmvieh empört sich währenddessen über Ausfälle von Zügen in ihrem Pendelalltag und sind besorgt um ihre Jobs. Beschweren sich im sekunden Takt über „die doofe Bahn“ und mosern darüber, dass „diese scheiß Lokführer schon wieder streiken. Die bekommen doch mehr als genug Kohle und Leistungen. Aber nein die normalen Bürger müssen darunter leiden. Erst die Piloten, die mich daran hindern zu meinem privaten Feriendomizil auf Mallorca zu gelangen und jetzt kann ich nicht mehr zur Arbeit die meinen dekadenten, verschwenderischen Lebensstil finanziert.“

Asoziale hingegen freuen sich ihres Lebens. „Komm ich nicht hin weil Streik, hab ich frei!“, ist die Losung vieler Kamernossen. Andere ärgern sich in ihrer Heimatstadt oder sogar im Stadtteil zu arbeiten in dem sie zur Lohnarbeit gewzungen werden. Manch einer wünscht sich, dass seine Beine endlich auch mal die Arbeit niederlegen würden. Asozialpädagogen prognostizieren derzeit einen Umbruch. Sie sagen zu den Streiks:

„Vorbildlich GDL, vorbildlich! Ihr zeigt unserer Jugend, dass sich nicht-arbeiten lohnt. Wenn sie nicht zur Arbeit oder Schule müssen, begrüßen dies unsere jungen Asozialen. Sie werden schnell feststellen, dass dieses Leben ohne Mühen besser für sie und ihr psychisches, wie physisches Wohlbefinden ist. Sie werden bei der nächsten Wahl APPD wählen. Genial! So steht der Rückverdummung und der Balkanisierung nichts mehr im Weg. Ihr macht eure Arbeit für die Partei super wenn ihr nicht arbeitet. Weiter so! *ohne erhobenen pädagogischen Fingern*“

Dank dem Wissensmagazin Galileo wissen seit einigen Tagen auch aufrechte Arbeitslose, dass Streik etwas Gutes hat. Wenn Ärzte streiken gibt es weniger Todesfälle durch unnötige Operationen. Wenn also eine der wichtigsten Berufsgruppen wie die der Mediziner durch einen Streik zum Allgemeinwohl beitragen kann, wäre es dann nicht für das übergeordnete Wohl aller, das Beste wenn jeder seine Arbeit niederlegt? Wir finden – JA!