Tesa
Kleber

Archiv für Dezember, 2014

APPD Fanatiker geehrt

Verfasst am 26. Dezember 2014 von Asozialer Landesvater
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Pikant: Kassenwart Lutz ist nackt unter seinen Klamotten

Für unermüdliche Leistungen für die APPD wurden heute die beiden bayerischen Parteimitglieder Nille Hangoverson und Kassenwart Lutz von Imperator Volka Polka persönlich in Berlin geehrt. Er überreichte den glücklichen Kämpfern für die Pogoanarchie jeweils Orden am goldenen Band und ein Bier. “Zusammen bringen die beiden mehr als 20 Jahre Pogokrieg auf die Waage. Nille Hangoverson ist DER Krebszellengründer des neuen Jahrtausends und Kassenwart Lutz hat seit seinen Fernsehauftritten den Status eines Teenie Stars. Vorwärts mit der APPD!”, verkündete der Imperator feierlich vor den anwesenden Führungskadern.

Ein ehrenvoller Bieröffner

Ein ehrenvoller Bieröffner

“Das war längst überfällig, aber ich freue mich trotzdem”, antwortete Hangoverson jovial und öffnete sein Bier mit der Kante der goldenen Medallie. “Es lohnt sich eben sogar noch in der heutigen Zeit Kraft und Engagement in Politik zu investieren”, grinste Lutz über beide Ohren.

Die APPD Bayern zählt zu den aktivsten und Mitgliedstärksten Landesverbänden der Bundesrepublik und hat durch politische Aktionen schon mehr Gehirnzellen erfolgreich vernichtet, als die CSU jemals besessen hatte.

Zuletzt gingen die fränkischen Pogoaktivisten mit Verbindungsstudenten auf den traditionellen

Thomasbummel in Nürnberg. Als Damenschaft “Pogo Anarchia” konnten Sie mit allerhand Korporierten saufen und dem bunten Affenzirkus beiwohnen. Die Presse (hier klicken) verwechselte die Pogointellektuellen allerdings mit Gegendemonstranten, die durch ihre aufreizende Kleidung gegen den Sexismus der akademischen Männderdomäne der elitären Verbindungen protestieren wollten.

Davon muss die APPD jedoch deutlich Abstand nehmen: die Jungs und Mädels der PFUI Bayern (Pogoanarchistische Fachhochschul- und Universitäteninteressensgemeinschaft Bayern) sind einfach gerne transgender. Auch wenn das bei einigen Burschis Brechreiz auslösen mag.

Damenschaft "Pogo Anarchia" (PFUI Bayern) löst bei manchen Burschen Brechreiz oder sexuelle Erregung aus

Damenschaft “Pogo Anarchia” (PFUI Bayern) löst bei manchen Burschen Brechreiz oder sexuelle Erregung aus

Die APPD ist seit kurzem, dank dem Bundesvorsitzenden, als Affenpate aktiv und bleibt so ihrem Vorbild – dem unbekannten Affen, der im Regenwald glücklich fickend und faulenzend ohne jegliche Arbeitszwänge leben darf – treu.

U-U-Unbekannter Affe!

Wissenschaft: „Der Unterschied zwischen Anarchismus und Pogoanarchismus“

Verfasst am 26. Dezember 2014 von Lutz

„Der Unterschied zwischen Anarchismus und
Pogoanarchismus, aufgezeigt anhand des
Beispiels der Anarchistischen Pogo Partei
Deutschlands“

Studienarbeit im Modul: 1.9 Politische Grundlagen
Gruppe: Dienstagnachmittags
Leitung: Prof. Dr. phil. Christine Morgenstern
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Fakultät Sozialwissenschaften

Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort ………………………………………………………………………………………………………………………… 3
2 Klassischer Anarchismus …………………………………………………………………………………………………. 3
a) Definition von Anarchie…………………………………………………………………………………………………… 3
b) Der Anarchismus nach Bakunin………………………………………………………………………………………… 4
3 Der Pogoanarchismus …………………………………………………………………………………………………….. 4
a) Leitlinien und Geschichte der Pogo Anarchisten ………………………………………………………………… 4
b) Reformen auf dem Weg zum Pogo Anarchismus ………………………………………………………………… 5
4 Resümee und eigene Meinung…………………………………………………………………………………………. 6

1 Vorwort
Gesellschaften schaffen Werte und Normen mit unterschiedlicher Erwartungshaltung (Kann-,
Soll-, Muss-Erwartung). Stark mit der gesellschaftlichen Wertvorstellung sind auch politische
Ausrichtungen und Ideologien verbunden. Im Marxismus, wie auch im Anarchismus, wird
die Gleichheit des Menschen und das kollektive Streben nach einem gemeinschaftlichen Ziel
betont, während der Kapitalismus das Individuum und Gewinnmaximierung in den Vorder-
grund stellt. Ein weiteres Modell der neueren Zeitgeschichte ist der pogoanarchistische An-
satz, ein eigenständiges Gedankenkonstrukt, das ebenso Normen, Ideale und Werte aufweist.
Hauptvertreter des pogoanarchistischen Modells ist die Anarchistische Pogo Partei Deutsch-
land (APPD) und demnach eine politische Organisation. Im Folgenden wird die Abgrenzung
des Pogoanarchistischen Ansatzes zum klassischen Anarchismus genauer beleuchtet.

2 Klassischer Anarchismus
Der Anarchismus wird als soziale Bewegung bezeichnet, dessen Basis aus drei grundlegen-
den Aspekten besteht. Diese werden im Folgenden ausgeführt.

a) Definition von Anarchie
(1) Anarchisten sind grundsätzlich gegen jede vom Menschen angelegte Ordnung, deren Ziel
die Auferlegung von „ideologischer, politischer, ökonomischer oder gesellschaftlicher“
Pflichten ist. Sie appellieren an das verantwortungsvolle Bewusstsein des selbstbestimmten,
freien Menschen. Der Anarchismus ist immer gegen die Organisation, wenn diese einen pat-
riarchalischen Hintergrund hat. Somit ist er „antistaatlich, antibürokratisch, antiparlamenta-
risch, antiparteilich, antiverbandlich, antikirchlich“.

(2) Der Anarchismus beschreibt Ideologien als Zeichen von und in Organisationen ausgear-
beiteten Hierarchien, welche sich durch sie stabilisieren. Wie auch in anderen linkspolitischen
Positionen, beginnen die Anarchisten ihre Kritik ebenfalls an den herrschenden Verhältnissen
mit der „Ideologiekritik“. Sie wird dabei bis zum letzten Schritt, der „Ablehnung jeder Theo-
rie“ ausgeführt.

(3) Endgültig zielt der Anarchismus auf eine Gesellschaft ohne Hierarchien ab, eine Gesell-
schaft, in der der kollektive Umgang mit Dingen über den unter Menschen ausgeübten Zwän-
gen und Erwartungen steht. Diese Art von Zusammenleben ist nach dem „Prinzip des Födera-
lismus“ strukturiert und steht in keinem Zusammenhang mit Chaos. „Die Kommune ist die
kleinste Einheit des Wohnens, das Syndikat die Basis der Produktion, Distribution und
Dienstleistung“. Durch autarke, unabhängige Kollektive, die von einer breiten Basis aus
strukturiert sind und möglichst kein Machtgefälle darstellen, wird die Entscheidungsfindung
weitestgehend selbst übernommen und nur falls notwendig auf den verschiedenen Stufen der
Föderation koordiniert. „Als Organisationsmodell stellt A. also eine Föderation von Föderati-
onen weitgehend autonomer Basiseinheiten dar“ (Lösche 2009 , S.8f).

b) Der Anarchismus nach Bakunin
„Kein Staat […] kann dem Volke das geben, was es braucht, nämlich die freie Organisation
der eigenen Interessen von unten nach oben, ohne jede Einmischung, Bevormundung oder
Nötigung von oben, weil jeglicher Staat, selbst der republikanischste und demokratischste,
und sogar der Pseudo-Volksstaat, wie ihn Marx geplant hat, letzten Endes nichts anderes dar-
stellt als die Beherrschung der Massen von oben nach unten durch eine intellektuelle und
eben dadurch privilegierte Minderheit, die angeblich die wahren Interessen des Volkes besser
erkennt als das Volk selbst.“ (Bakunin 1983, S.439).

3 Der Pogoanarchismus
a) Leitlinien und Geschichte der Pogoanarchisten
Die Vorstellungen von Pogoanarchisten haben wenig gemein mit den historischen Wurzeln
des Begriffs „Anarchie“. Sie berufen sich nicht auf Bakunin oder die spanischen „Anarcho-
syndikalisten“, sondern auf die Traditionen der sog. „Punk- und Pöbel-Bewegung“, deren
Anarchiebegriff auf den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen begründet ist. Demnach ist
der ursprüngliche Anarchiebegriff unzeitgemäß. Pogoanarchisten lehnen die freiheitlich de-
mokratische Grundordnung der BRD nicht ab, sondern sehen sie für ausbau- und reformfähig
an. Eine Abgrenzung zum klassischen Anarchismus erfolgt deshalb durch das Wort Pogo
(engl.: durchgeknallt). Die APPD geht damit von einem freiheitlich demokratischen Selbst-
verständnis aus. Im Bewusstsein der eigenen Selbstbestimmung soll dem Menschen ein er-
fülltes Leben ermöglicht werden, dessen Teleologie die Lust ist. Der Pogoanarchismus wurde
1981 von Punks begründet und fußt somit in einer dadaistischen Frühphase und der bekann-
ten “Null-Bock”-Haltung. Das Wort Pogo steht u.a. für den Tanzstil der Punkrockbewegung.
1998 wurde die Anarchistische Pogo Partei Deutschland offiziell als Partei im Sinne des
Grund- und des Parteiengesetz gegründet (APPD-Grundsatzprogramm 1998, S.8ff).

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