Tesa
Kleber

Archiv für August, 2015

“Arschkopf” Flughafen in München

Verfasst am 27. August 2015 von Asozialer Landesvater

Wir begrüßen den Vorstoß der FDP zur Umbenennung des Franz-Josef-Strauß Flughafens in München.

Es überrascht, dass der verflossene CSU-Politiker erst nach dem Bekanntwerden neuer Skandale in Misskredit geraten ist. Der bayerischen APPD waren seine Umtriebe schon immer bekannt. Strauß hatte als Politiker großen Unterhaltungswert, da er die Gossensprache auf dem politischen Parkett gesellschaftsfähig gemacht hatte. Ausserdem hat er sich zu jeder Gelegenheit selbst bereichert und ist somit ein Vorbild für den modernen Casino-Kapitalismus. Um so mehr müssen wir uns wundern, dass deshalb die extrem neoliberal ausgerichtete FDP ein Problem mit dieser persona-non-grata hat.

Wir sind der Meinung, dass der reale Strauß aus den Geschichtsbüchern gestrichen werden muss, damit wir eine neue Legende eines turbokapitalistischen Heilsbringer – eine Art gnostischer Demiurg – um seine schillernde Person basteln können.

Könnte schon bald Logo des Münchener Flughafens werden

Könnte schon bald Logo des Münchener Flughafens werden

Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass der Münchener Airport in “Arschkopf-Flughafenumbenannt wird! Das ist kürzer, griffiger und hat mehr Aussagekraft als der Name Franz-Josef Strauß!

 

ENDSTATION

Verfasst am 25. August 2015 von GaulEiter

Liebe Kammernossen!

Mir reichts!!!

Jeden Tag mehr Meldungen von brennenden Flüchtlingsunterkünften, von rassistischen Progromen und Hass…..und das im ganzen verfickten deutschen Lande! Mit tausend prozentiger Sicherheit ist das, was wir tagtäglich in den Medien zu sehen bekommen nur der Gipfel des Eisbergs!

Klar, unsere pogoanarchistische Weltanschauung sagt, dass auch Nazis und dumpfe Gewalttäter nicht verurteilt werden dürfen, sondern ihre Triebe nach individuellen Gutdünken ausleben sollen…..in den Gewalttäter-Erlebnis-Parks!
Doch, wie euch allen bewusst ist, hatt die APPD noch nicht die Macht in diesem verkorksten Land übernommen und die Balkanisierung ist derzeit noch Utopie!
Daher halte ich es, aufgrund der derzeitigen politischen Lage in Deutschland, für dringend notwendig, dass wir uns stärker organisieren, absprechen und aktionistischer und vor allem entschlossen antifaschistisch auftreten!
Ich tu mich gerade schwer “Jeden Tag nur Saufen!” zu predigen, während der rechte Mob deutschlandweit wütet!

Daher rufe ich euch zu folgenden Terminen:

– Heute, Donnerstag, den 25.08. um 17 Uhr vor dem Ausländeramt Äußere Laufer Gasse 25;
Lasst uns die Demonstration der Menschen vom Hallplatz unterstützen, die gegen dias Arbeitsverbot für Flüchtliche auf die Straße gehen!

– Samstag, den 29.08.2015 nach Fürth-Ronhof, wo das ekelhafte braune Pack vor der dortigen Unterkunft aufmarschieren will! (aktuelle Infos hier: http://alf.blogsport.de/ )

Ich bitte darüber hinaus jeden von euch, liebe Kamernossen, euch Gedanken zu machen, Ideen und Vorschläge einzubringen! Wir haben genügend Kommunikationsmöglichkeiten (unten seperat aufgelistet) um miteinander in Kontakt zu treten!
Lasst uns das Potential, das wir uns als APPD Nürnberg/ SuperGAU Franken seit unserer Gründung aufgebaut haben, in dieser dunklen Stunde nutzen um dieses Land wenigstens wieder ein bisschen erträglicher zu machen, bevor wir entgültig die Macht übernehmen und endlich unser Leben nach unserem heiligsten Grundsätzen von Frieden, Freiheit und Abenteuer genießen können!

Mit antifaschistisch pogoanarchistischen Grüßen
euer GaulEiter Holle

gauleiter@appd-franken.de
vorstand@appd-franken.de
verteiler@appd-franken.de
fucking faceboock Chat Gruppe
Handy (die meisten von uns Assis haben ja eins)
PERSÖNLICH

Gentrifizierung geht in beide Richtungen

Verfasst am 9. August 2015 von Asozialer Landesvater

Gentrifikation ist kein neuer Begriff. Bereits in den 60ern wurde er erstmals von Soziologen verwendet und hat nachweislich bereits 1888 in Islignton, GB stattgefunden.

Dieser Effekt ist jedoch im Postkapitalismus aktuell wie nie zuvor.

Wir erklären die Gentrifizierung mal ganz einfach:

Es gibt in vielen Städten heruntergekommene Viertel. Dort wohnen eher die Ärmeren. Die Mieten und Einkaufspreise sind billig und eigentlich fühlen sich die Leute in ihrem Viertel ganz wohl. Irgendwann wird dieser Stadtteil zu einem Szeneviertel: Punks siedeln sich an, weil sie dort wenigstens eine Bude bekommen, Künstler, die am Hungertuch nagen, ziehen dort hin und das Viertel wird zu einer aktiven community, weil die Leute sich ihr assiges Unfeld mit d.i.y. Projekten wohnlicher gestalten. Leider finden das irgendwann auch intellektuelle Snobs cool: “Hach, ich bin ja sooo alternativ, wenn ich da hin ziehe.” Nur, die Neureichen begnügen sich natürlich nicht mit einem besetzten Abrisshaus, sondern sie wollen das Flair des Viertels, aber eine Luxussanierte Wohnung. Jetzt wittern natürlich auch die Immobilienhaie das Geschäft, bauen leerstehende Wohnungen mit allerlei Schnickschnack aus, ekeln bestehende Mieter zu diesem Zweck raus und verdoppeln die Mietpreise. Nach und nach kann sich niemand der ursprünglichen Bewohner mehr leisten in dem Assiviertel zu wohnen und eigentlich ist es plötzlich gar nicht mehr so assi, weil die neuen, superreichen Bürger doch gerne teuere Modeboutiquen vor Ort hätten. Irgendwann wohnen nur noch Bonzen in dem Viertel und die begnügsameren Leute, die sich dort ein cooles Viertel aufgebaut hatten, haben wieder nichts und müssen sich irgendwo güstigeren Wohnraum in einem Betonklotz suchen.

Die Gentrifikation hat die bekannten Szeneviertel Kreuzberg und St. Pauli bereits fast ausgefressen und ist auch in Bayern, beispielsweise in Gostenhof in Nürnberg, dem Glockenbachviertel in München oder bei der Zuckerfabrik in Regensburg (neuerdings in “Candis” umbenannt) in Gange.

Aber: Zum Glück geht der Gentrifizierungseffekt in BEIDE Richtungen.

Nehmt ihr uns unsere Stadtteile, dann nehmen wir eure! Einfach weil sie uns gefallen!!

Wir verslummen eure Villenviertel und gewinnen neuen Lebensraum.

Wie geht das?

Ganz einfach: Trefft euch nicht mehr an Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen zum trinken, sondern verabredet euch zukünftig nur noch in einem Bonzenviertel. Die Elite dieses Landes will nämlich um jeden Preis unter sich bleiben, gemäss dem Motto “Reich und reich gesellt sich gerne”. Wenn wir genügend Präsenz zeigen, dann fühlen sie sich dort nicht mehr wohl. Die Mieten/ Hauspreise fallen und die Bonzen überlassen uns irgendwann ihr Prachtvillen zu einem Schleuderpreis, weil sie woanders hinziehen.

Also los und bei den Villen chillen!

Verasselte Delikatessgeschäfte (seit 1930)

Verasselte Delikatessgeschäfte (seit 1930)

Welche Freizeitaktivitäten bieten solche Toplagen wie das Schlossrondell in München oder Erlenstegen in Nürnberg?

– Herumhängen vor Feinkostläden anstatt vor Supermärkten

– Das Trinken von mitgebrachtem Billigbier in gepflegten Parkanlagen

– Schnorren auf hohem Niveau: “Haste mal ´nen Huni für ´n Taxi?”

– Spass mit pikiert schauenden Pelzmantelträger_innen: “Wo ist hier der nächste Substitutionsarzt?” oder “Wie spät ist es? Nein, ich meine welches JAHR.”

– Nackt baden in edlen Springbrunnen mit Freunden

– Haustiere wie Flöhe oder Kakerlaken sind auch hier willkommen!

– Freundliche Begegnungen mit Schutzmännern, die euch vertreiben wollen, aber einfach keinen Grund finden.

Die APPD lädt euch in diese Viertel ein. Wir finden, dass der Bodensatz der Gesellschaft auch auf vergoldeten Parkbänken gut schläft oder Sex in marmornen Swimmingpools haben darf. Trefft euch von nun an nur noch in ansprechendem Luxusambiente mit allen euren Freunden.

Lasst euch von den Cops nicht provozieren, wenn die Bonzen ihr Viertel vor eurem Einfluss schützen lassen wollen:

1. Lasst euch den Namen der Beamten geben (sie sind nach Art. 12 PAG dazu verpflichtet)

2. Fragt nach dem Grund für die jeweilige Schikane (dann müssen die Bullen Gründe finden)

3. Widersprecht ruhig und bestimmt den polizeilichen Maßnahmen, wenn sie euch nicht gerechtfertigt vorkommen (die Bullen sollen diesen Widerspruch auch notieren). Willigt nicht einfach ein, selbst wenn sie euch drohen, dass sie euch dann auf die Wache mitnehmen

4. Lasst nicht einfach eure Identität feststellen (Ausweis vorzeigen) oder sogar durchsuchen. Das dürfen die Cops laut Art. 13 PAG nur, wenn sie einen direkten Straftatverdacht haben (die Vermutung reicht nicht einfach) oder wenn ihr euch in einem Gefährdungsbereich aufhaltet. Hey, ein Luxusviertel KANN doch gar nicht gefährlich sein!

5. Wenn sie dann auch noch eure Rucksäcke durchsuchen wollen, dann verlangt nach §22 PAG eine sogenannte Durchsuchungsbescheinigung (die Bullen sollen auch das auf ihrem Block notieren). Diese Bescheinigung ist intern ein RIESIGEr Schreibauwand für die Beamten und danach überlegen sie sich zweimal, ob sie zukünftig nochmal deinen Rucksack durchsuchen

6. Beschwert euch danach schriftlich auf der Dienststelle über die Beamten. Du müsstest ja jetzt ihre Namen wissen. Oder lasst das von einem Asozialpädagogen deines Vertrauens schreiben. Macht das einfach, weil ihr es könnt.

Hoch lebe die Gentrifikation!

 *APPD – die Luxuspartei! *