Tesa
Kleber

Anarchive – Ein Leben ohne Arbeit – Teil II

Es ist eine utopische Vorstellung jemals wieder von den 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland wegzukommen und sogar Gevatter Staat hat hierfür ein festes Budget eingerechnet. Warum sollte man dies nicht als Chance für eine grundlegende Veränderung wahrnehmen?

Denn nun kommt die Perversion:

Auf der Strasse sitzen höchstqualifizierte Arbeitskräfte die gierig nach einer Arbeit hecheln, aber einfach keine bekommen. Ganz zu schweigen von jenen die gerne arbeiten würden und aufgrund mangelnder Ausbildung gar nicht erst dazu in Erwägung gezogen werden. Gleichzeitig werden aber LeistungsUNwillige immer wieder zu erniedrigenden Zwangsarbeiten herangezogen, im zweifelhaften Versuch sie in ein ungeliebtes Berufsleben zu integrieren. Frustration, Stress und Psychosen sind in einer derartig perphiden Situation natürlich vorprogrammiert. Das belastet auch unsere Sozialkassen.

Viel gerechter wäre es den Bürgern die freie Wahl zwischen einem Leben als Arbeitnehmer und einem Dasein als faulenzender Konsument der Früchte der Überflussgesellschaft zu lassen. Die Arbeitnehmer wären glücklich, da sie Arbeit in Hülle und Fülle hätten, also nicht ständig um ihren Job fürchten müssten. Die Faulenzer könnten endlich ihrem einzigartigen Lebensstil frönen und in den Tag hineinleben. Das Horrorszenario einer Gesellschaft, die nur noch auf der faulen Haut liegt, würde dennoch nicht entstehen, denn wie ja zuvor schon bewiesen wurde: kaum ein Bundesbürger kann sich ein Leben als Arbeitsloser vorstellen.

Das Recht auf Arbeitslosigkeit müsste also nur im Grundgesetz verankert werden und schon wären wir auf dem Weg zu einer gerechteren, glücklicheren und gesünderen, ja sogar wohlhabenderen Gesellschaft.

Selbst das Textverarbeitungsprogramm lieferte beim erstellen des Artikels als Synonym für Arbeit, als oberstes einer langen Liste, das Wort: Plage.

Es lebe Pippi Langstrumpf!

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