Tesa
Kleber

Anarchive – Ein Leben ohne Arbeit: Teil I

appd_pippiFaul sein ist wunderschön, viel schöner als der Fleiss…“, singt schon Pippi Lanmgstrumpf. Wer würde die abenteuerlustige und vogelfreie Romanheldin von Astrid Lindgren deshalb verdammen?

Doch wenn hier und heute jemand lautstark verkündet: „Arbeit stinkt nach Blut, Schweiss und Maschinenöl – Ich mag nicht arbeiten.“, wird man gleich wie ein Aussätziger behandelt. Denn wer in unsererem System nicht am Arbeitsprozess teilnimmt, verliert mit sofortiger Wirkung seine Existenzberechtigung als Mensch, als wertvolles Mitglied der Gemeinschaft. In anderen europäischen Ländern ist man da schon viel weiter und nach derartigen Aussagen kräht kein Hahn. Man könnte gleich schreien: „Regen ist nass!“

Nicht so in Deutschland, wo der menschliche Wert nach der erbrachten Arbeit für unsere Leistungsgesellschaft gemessen wird. Hat man keinen Job, ist man ein Nichts und steht man auch noch dazu ein arbeitsunlustiger Mensch zu sein, ist man ein Sozialschmarotzer. Für die meisten Bundesbürger ist ein Leben ohne Arbeit schlichtweg unvorstellbar. Selbst, wenn die Verdienste nicht ihnen selbst, sondern den Firmen und deren Besitzern zugunste kommen. Die heilige Kuh Arbeit darf in der BRD keinenfalls angegeriffen werden!

Dabei wäre es so einfach, alle Menschen ein wenig glücklicher zu machen, indem man den Druck auf den Arbeitsmarkt ein wenig mildert.

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