Tesa
Kleber

Anarchive: Sex macht frei – und frei sein macht sex! Teil I

Dieser Artikel knüpft an den Forschugsbericht „Sex für eine gute Sache“ von Asozialpädagoge Nille Hangoverson an.

Sex macht frei – und frei sein macht sexy!

Teil I

Kleener Exkurs im voraus:

Der Psychologe S. Freud gilt als Begründer der Tiefenpsychologie. Er stellte die Theorie auf, dass die Persönlichkeit des Menschen aus drei Instanzen besteht:

  • das ES (pure Geilheit, Bedürfnisse, Gewalt, Exzesse) = die Party-Instanz

  • das ÜBER-ICH (Moral, Gesetzeshörigkeit, Leistungswilligkeit) = der prüde Diktator der Seele

  • das ICH (Identität, Freiheit, Selbstbewusstsein) = Ausgleich zwischen den anderen Extremen

esDas ES und das ÜBER-ICH sind sich genauso spinnefeind wie G.W. Bush und Bin Laden. Das Ich steht als Puffer dazwischen und ermöglicht dem Pöbel die Fähigkeit freie Entscheidungen zu treffen. Diese Instanzen müssen einigermaßen im Gleichgewicht sein, sonst geht’s den Menschen dreckig, da sie ihre Persönlichkeit nicht ausleben können. Kapiert? Dann lest weiter…

Bayerische Pogowissenschaftler fanden heraus, dass in unserer Gesellschaft vor allem die moralisierenden Auswüchse des ÜBER-ICH dominieren. Skandalös! Anpassung und totale Unterwerfung sind absolut erwünscht, genauso wie auch Selbstaufopferung und Obrigkeitshörigkeit. Die Norm der Gesellschaft verteufelt den „abscheulichen Dämon“ der Lustbarkeit (siehe Stephen Kings Propagandafilm „ES“). Nach asozial-pädagogischen Erkenntnissen führt jedoch eine Dominanz dieses seltsamen ÜBER-ICH zu einer Unterdrückung des ES. Da das ICH keinen Ausgleich schaffen kann und sämtliche Wünsche und Triebe zugunsten der Anforderungen des etablierten Systems zurückstellen muss, wird es unglücklich und krank. Diese psychische Unausgeglichenheit führt zu Psychosen ( = psychische Erkrankung) und einem so genannten „analen Zwangs-Charakter“.

Dies ist die Erklärung, weshalb diese kranke Gesellschaft immer noch zwanghaft an einer Tradition der Engstirnigkeit, des Leistungsterrors und des Neids festhält, anstatt endlich aufzuwachen und freigiebig neue, enthemmende Wege der Politik in der BRD zu beschreiten. Deshalb ist es die unumstößliche Aufgabe der APPD die Triebhaftigkeit der Menschen auf politische Weise zufördern, um ein für allemal Wohlstand und Glückseeligkeit für alle zu erreichen. Mitfickzentralen, Punkkonzerte und Auto-Kämpfe müssen flächendeckend in jeder noch so kleinen Stadt verfügbar sein. Bier als bayerisches Grundnahrungsmittel muss für Jederfrau zu Billigstpreisen verfügbar sein. Ja, sogar die Preußen sollen bayerisches Bier bekommen!

Auf diese weise wird die Gesellschaft enthemmter und tatsächlich auch glücklicher. Freie Pogoanarchisten müssen die Möglichkeit haben ihren Trieben und Bedürfnissen frei nachgeben zu können!

D.H. eine Stärkung des ICH ( = Freiheit) erreicht man in der BRD nur über eine Betonung des ES ( = Exzesse).

Gesetz und Moral können die Leistungswilligen gerne behalten, ebenso wie ihren analen Zwangscharakter. Asoziale und Gewaltgeile jedoch werden von diesen Zwängen durch die APPD befreit und somit von einer psychischen Störung geheilt. Dadurch werden die Gesundheitskassen ganz massiv entlastet (derzeit sind rund 17% aller Krankheitsfälle auf gesellschaftlich bedingte psychische Erkrankungen zurückzuführen). Diese zukünftige Einsparung wird von der Partei des Pöbels umgehend in weitere glücklich machende Projekte investiert werden: grössere Mitfickzentralen, mehr Konzerte, flammendere Krawalle, tollere Drogen. Dann gibt’s wieder mehr gesunde Menschen und mehr Einsparungen bei den Krankenkassen… usw. Auf diese Weise vollzieht sich die gesellschaftliche Umstrukturierung immer schneller, gleichsam einer losgetretenen Lawine purer Glückseeligkeit, welche die Ruinen des jetzigen Systems unter sich begräbt.

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