Tesa
Kleber

Radikalität muss sich auszahlen!

Vergangenes Wochenende zogen mehrere tausende, Parolen schwingende, rechte Gruppierungen unter dem Deckmantel „Hooligans gegen Salafisten“ (kurz HoGeSa) durch die Innenstadt Kölns. Der für Köln rabiat anmutende Karnevalsverein der ungewöhnlichen Art zog randalierend und gewaltbereit durch die Jeckenstadt um ihrem Urbedürfnis nach Gewalt Ausdruck zu verleihen. Ein Aufschrei der Medien ging durchs Land, nach diesem Chaostage ähnlichem Spektakel. Vorbildlich wurden Bullenwannen umgeworfen, Polizisten vermöbelt und die Antwort der Staatsmacht war Pfefferspray, Wasserwerfer (Die „Hools“ rochen stark nach braunem Dreck) und Schlagstockmassage. Der Verfassungsschutz ist dieser neuen Vereinigung auf die Schliche gekommen. Es handelt sich hier nicht um besorgte Fußballfans, die ihre Südkurvenränge in deutschen Stadien durch Überfremdung gefährdet sehen. Nein, es sind gewaltbereite rechte Schläger die sich hier unter dem Schafspelz des gemeinen Hooligans verstecken.

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Die Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (kurz APPD) hat seit Jahren radikale Gruppen als Unterorganisationen, welche sich zum einen den Schutz der demokratisch-pogoanarchistischen Grundordnung auf die Fahne geschrieben haben, sowie die Einhaltung des deutschen Reinheitsgebots von 1516 (es handelt sich hier ausschließlich um das Brauen des goldenen Hopfensaftes, welchen wir alle so lieben!). An dieser Stelle seien nur kurz die bekanntesten erwähnt: Super-Sicherheits-Saalschutz-Securitate (kurz SSSSS, bundesweit agierend), APPD Hooligans (kurz APPD Hooligans, aktiv in Bayern – vorwiegend im fränkischen Raum) und der Militante Flüge der APPD Hessen (kurz MilF).
Beim Landesparteitag des hessischen Landesverbandes wurde, in Kooperation mit Delegierten der APPD Bayern, die weitere Radikalisierung dieser erwähnten Untergruppen beschlossen. Denn nur wer Wind säht wird Sturm ernten. Einen Sturm mit Hagelkörnern, in Form mehrerer tausend Euro durch die Bundesregierung, aus dem Haushalt des Verfassungsschutzes. Die Forderung ist klar:
WIR WOLLEN AUCH VERFASSUNGSSCHÜTZER SEIN!
UNS DIE KOHLE EUCH DEN PAPIERKRAM!CIMG2306

Bereits in der Vergangenheit gingen Vertreter der APPD Hooligans auf die Straße, um ihrem Hass – und vor allem Frust – Ausdruck zu verleihen, dass man auch endlich überwacht, ernst genommen, staatlich subventioniert und wenigstens durch eine kurze Erwähnung im Verfassungsschutzbericht als Schlägertrupp der ganz besonderen Art Anerkennung findet. Auch negative Werbung ist Werbung!
Es laufen gerade Verhandlungen innerhalb der militanten, radikalen Kräfte der APPD um eine Teilnahme an kommenden HoGeSa-Veranstaltungen zu forcieren. Vermutlich wird es der 15.11.2014 in Hamburg werden, bei dem man sich anderen radikalen linken Splittergruppen anschliessen will, um dem wunderschönen Gewalterlebnis in der Hansestadt zu fröhnen und um Polizei und HoGeSa so richtig den Tag zu vermiesen. Führender Kopf der APPD Hooligans und Unterstützer der MilF Axel S. Meint hierzu:

„Wenn die APPD nicht gewählt werden kann, können wir trotzdem anderen auf die Fresse hauen! Unsere Bedürfnisse leben wir aus wo wir nur können und wo die Partei für ihre Ideologie ausgelacht wird, können wir nur zurück lachen. Köln war der Anfang, jetzt kommt Hamburg. Der Gewalterlebnispark ist bereits real und ich will mit meinen Leuten meinen Teil dazu beitragen. Die radikale Umstrukturierung und Umgliederung der Bundesrepublik in 3-Pogo-Zonen muss nicht zwingend über den parlamentarischen Weg vollzogen werden. Zwei Drittel Heizöl und ein Drittel Benzin hatten schon immer die treffenderen Argumente!“

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